Putzbrunn,
28
April
2022
|
11:00
Europe/Amsterdam

Störlichtbogenschutz bei Multitechnikdienstleister SPIE

Hochwertige Schutzbekleidung für jedes Wetter mit GORE-TEX PYRAD® und PYRAD® by GORE-TEX LABS Technologie

Zusammenfassung

SPIE ist unabhängiger europäischer Marktführer für multitechnische Dienstleistungen für Gebäude, Anlagen und Infrastrukturen. Zu seinen Kunden zählen Energieversorger und Stadtwerke sowie Elektro- und Autokonzerne. Arbeitssicherheit hat im Unternehmen höchste Priorität. Besonderer Fokus liegt dabei auf einer möglichst effektiven Arbeitsschutzbekleidung mit der maximalen Schutzklasse 2 gegen lebensgefährliche elektrische Störlichtbogen. SPIE setzt dabei auf die innovative PYRAD® Technologie von Gore. Diese schützt optimal – und ist gleichzeitig extrem leicht und damit komfortabel zu tragen.

Schaltanlage

Der vielfältige Umgang mit Elektrizität birgt hohe Risiken. SPIE Monteure arbeiten bei Hochspannungsleitungen auf hohen Stahlgittermasten, warten Trafostationen in regionalen Stromnetzen, arbeiten in Gebäuden an hohen Decken, um Licht- oder Informationssysteme zu installieren. Auch der Betrieb großer Rechenzentren mit hohem Strombedarf ist nicht ungefährlich. Lebensgefahr birgt ihre Arbeit in elektrischen Anlagen, bei dem die Monteure dem Risiko eines Störlichtbogens unterliegen, einem technisch unerwünscht auftretenden Lichtbogen zwischen elektrischen Anlagenteilen, der wie 5000°C heißes Plasma wirkt, welches die Kleidung blitzartig in Brand setzen und Verbrennungen am Körper verursachen kann.

Umspannanlage Dormagen

Arbeitssicherheit ist deshalb ein großes Thema. „Es gibt zwei Leitsätze in unserem Unternehmen“, sagt Dr. Oliver Polanz, Leiter der Abteilung HSEQ (Health, Safety, Environment, Quality) von SPIE Deutschland & Zentraleuropa. „Erstens: Die Optimierung der Arbeitssicherheit gelingt durch Führung, Konsequenz und kulturellen Wandel. Und zweitens: Bei der Arbeitssicherheit gibt es keine Kompromisse.“ Dies gilt bei SPIE auch für die Arbeitsbekleidung der Mitarbeitenden: „Wenn eine persönliche Schutzausrüstung getragen werden muss, sollte diese möglichst leicht und ergonomisch gestaltet sein“, so Oliver Polanz. „Wichtig ist, dass die Mitarbeitenden mit der Schutzkleidung gut klarkommen. Denn: Nur was akzeptiert wird, wird auch getragen.“ Mitspracherecht der Mitarbeitenden in Sachen Arbeitsschutz zeigt sich auch im Arbeitsalltag bei SPIE: So waren diese mit einer vorhandenen Multinormbekleidung zunehmend unzufrieden – sie kritisierten die Ergonomie, den unzureichenden Schutz vor Nässe, die mangelnde Atmungsaktivität, die bei starker Belastung zu übermäßigem Schwitzen führte. Die Folge waren u.a. häufigere Erkältungskrankheiten in der kalten Jahreszeit.

Umspannanlage Dormagen

Leichtgewicht: Innovative Wetterschutzbekleidung gegen Störlichtbogen

Als nach Ersatz für die bisherige Wetterschutzbekleidung gesucht wurde, startete das Unternehmen eine umfangreiche Analyse und entschied sich nach Austausch mit seinem Lieferanten Iturri, eigenen Marktrecherchen und Diskussionen im Haus mit Führungskräften und dem Betriebsrat schließlich für Wetterschutzbekleidung mit der innovativen GORE-TEX PYRAD® Technologie. Diese ist dauerhaft wasser- und winddicht und damit ideal geeignet für Outdoor-Arbeitseinsätze auch bei Regen und Wind. In zwei textilen Lagen enthält sie eine wasserdichte GORE-TEX Membran, den Oberstoff mit PYRAD® Ausstattung sowie ein Innenfutter. Mit dem innovativen Funktionstextil erreicht die GORE-TEX PYRAD® Schutzbekleidung die höchste Störlichtbogenschutz Klasse 2. Bei einem schlagartigen Kontakt mit Hitze oder im Moment eines Störlichtbogens entsteht auf einem leichten Oberstoff aus Polyester oder Polyamid blitzartig eine flächendeckende poröse Wärmedämmschicht, die die Hitze des Störlichtbogens in Echtzeit auffängt und den Träger so vor der Energieeinwirkung schützt. Ausschlaggebend für den Tragekomfort: Das innovative Material ist im nassen wie im trockenen Zustand um bis zu 45% leichter als vergleichbare flammhemmende, wasserdichte Textilien und garantiert dennoch eine atmungsaktive, wasser- und winddichte Bekleidung. Das ist enorm wichtig, denn die SPIE Spezialisten arbeiten bei jedem Wetter im Freien – im Extremfall auch bei Windstärke 6 hoch oben auf dem Stahlgittermast.

Innovationsaufbaustand

Darüber hinaus lässt sich das Material vielfältig mit Zusatzfunktionen ausrüsten, so dass die Schutzbekleidung weitere Normen erfüllt, etwa jene für hohe Sichtbarkeit, für Chemikalienresistenz oder antistatische Eigenschaften. Auch die Möglichkeiten, individuellen Wünschen gemäß Anpassungen an der Schutzkleidung vorzunehmen, sind vielfältig. So führte SPIE im Vorfeld der Beschaffung mehrere Feldversuche mit der GORE-TEX PYRAD® Wetterschutzbekleidung in maßgeblichen Einsatzbereichen und zu verschiedenen Jahreszeiten durch. Der Konfektionär Iturri belieferte SPIE mit verschiedenen Prototypen und arbeitete Änderungswünsche der Testpersonen ein – entsprechend hoch ist heute auch die Akzeptanz der Schutzbekleidung. Je nach Anforderungen der jeweiligen Geschäftsbereiche wurden die neuen Schutzausrüstungen entweder im Leasingverfahren beschafft oder gekauft.

Kesselhaus

Für jeden Tag: leichte Schutzbekleidung mit Störlichtbogenschutz Klasse 2

Die Wetterschutzbekleidung deckt bei SPIE jedoch nur einen Teil der Arbeitseinsätze optimal ab. „Wir haben in vielen Bereichen von Kunden die Vorgabe, dass unsere Mitarbeitenden Arbeitsbekleidung der Störlichtbogenklasse 2 tragen müssen“, sagt Oliver Polanz. „An heißen Sommertagen oder in aufgeheizten Innenräumen etwa geraten diese an ihre körperlichen Grenzen.“ Dann nämlich kann es zu einem Stau der Körperwärme in der Kleidung kommen, so dass sich jede Wetterschutzkleidung mit Störlichtbogenschutz nur bedingt als ständige Arbeitskleidung eignen kann.

Aufgrund der hohen Zufriedenheit der Mitarbeitenden setzt SPIE deswegen auch bei der leichten, täglich zu tragenden Arbeitsschutzbekleidung auf die PYRAD® Technologie und startete auch hierfür Feldversuche mit den PYRAD® by GORE-TEX LABS Arbeitsbekleidung mit Störlichtbogenschutz – einer Variante der smarten Technologie für täglich zu tragende leichte Arbeitsschutzbekleidungen. Das winddichte und hoch atmungsaktive Material ist bei trockenen Arbeitsbedingungen und warmen Temperaturen auch den ganzen Tag angenehm zu tragen, da sich die Körperwärme auch bei körperlicher Aktivität nicht anstaut. Der Clou: Eine spezielle Membran, der leichte PYRAD®-dotierte Oberstoff und das Innenfutter sind erstmals zu einer einzigen textilen Lage laminiert. Dadurch fühlt sich das Funktionstextil dünner, luftiger und noch flexibler an. Mit unter 330 g/m2 ist es bis zu 50 Prozent leichter als vergleichbare flammhemmende Textilien und bietet so spürbar mehr Bewegungsfreiheit ohne Kompromisse beim Schutz.

Innovationsaufbaustand

Schon der erste Feldversuch zeigt die hohe Zufriedenheit der SPIE Mitarbeitenden auch mit dieser Variante der PYRAD® Technologie: „Wir hatten zehn Bekleidungen im Einsatz – und von unseren Mitarbeitenden ein extrem positives Feedback erhalten,“ erklärt Oliver Polanz. Dann griff die bereits bewährte Vorgehensweise mit dem Konfektionär Iturri: Mehrere Monate und Feldversuche dauerte es, bis die neue Arbeitsschutzkleidung für die speziellen Anforderungen des Unternehmens produktionsreif war. Auch hier wurde die Kleidung in unterschiedlichsten gängigen Arbeits- und Wettersituationen getestet. Iturri lieferte nacheinander verschiedene Prototypen in ausreichender Zahl und berücksichtigte damit gewünschte Änderungen der Testpersonen. Dass sich der Aufwand auch für die beteiligten Mitarbeitenden gelohnt hat, zeigt das Ergebnis: Sie können nun je nach Einsatzbedingungen zwischen den beiden Varianten wählen – im alltäglichen Einsatz die leichte, schützende PYRAD® by GORE-TEX LABS Arbeitskleidung und bei Bedarf die zusätzlich wasserdichte Variante, die GORE-TEX PYRAD® Wetterschutzkleidung.

Textbaustein

SPIE Gruppe

Die börsennotierte SPIE Gruppe ist mit rund 47.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern europaweit, darunter 13.000 in Deutschland, nach eigenen Angaben europäischer Marktführer bei multitechnischen Dienstleistungen. SPIE steht für Aufgaben, bei denen Kompetenz in verschiedenen Techniksparten integriert wird – Elektro- und Energietechnik, Automation, Informationstechnik und Elektronik, Mechanik und Bautechnik etc. Der Technologiekonzern Siemens hat SPIE den kompletten technischen Gebäudebetrieb seiner deutschen Verwaltungszentren und Fabriken übertragen. Das Gebäudemanagement der Elbphilharmonie liegt in den Händen des Unternehmens. Und für deutsche Banken und Sparkassen betreibt SPIE die hochsicheren elektronischen Datenzentren des digitalen Geldverkehrs, die niemals ausfallen dürfen.

Über Gore

W. L. Gore & Associates ist ein globales Unternehmen aus dem Bereich der Materialwissenschaften, das sich zum Ziel setzt, Industrien und Leben zu verbessern. Seit 1958 löst Gore komplexe technische Herausforderungen in anspruchsvollen Umgebungen – vom Weltraum über die höchsten Gipfel der Welt bis hin zum Inneren des menschlichen Körpers. Mit rund 11.000 Mitarbeitern und einer starken, teamorientierten Kultur generiert Gore einen Jahresumsatz von 3,8 Milliarden US-Dollar. gore.com